sein

In gesichtlosen Häuserschluchten
streckt es den Finger in die Luft
um
(vielleicht doch?)
den Wind zu fühlen
zu laut für Vogelstimmen
wenn denn Bäume wären

irrt
durch zerrenden Sog
von rasendem Hupen
durch graues Hasten
auf schmutzigen Straßen

sucht eine Tür
hinter der
riecht es nach tausendundeiner Nacht
sind Feen und Piraten
spielt jemand Flöte

nennt es beim Namen

———————————————
Nachtrag

Großstadtgrusel gibt es heute hier auch. Ganz unmittelbar eingefangen.

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4 Gedanken zu “sein

  1. Manchmal ist es so,
    dass aus dem Grau des Alltags
    unerwartet etwas hervorbricht,
    das alles wendet.

    Manchmal entstehen so auch Gedichte.

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